2013/06/22

Heimkinder-Skandal: Den Ausgegrenzten eine Stimme geben - Es galt, aus der Sprache des Bäuerlichen genommen, einen Misthaufen zu lichten. Zustände zu erhellen, die sich im Brandenburgischen abspielen, an denen auch Personen aus Hamburgs Sozialbetreuungselite beteiligt waren und sind


 


Ersten Hinweisen ging Kaija Kutter, Redakteurin der taz.nord in Hamburg, bereits im Dezember vorigen Jahres nach. Im Frühjahr kam Kai Schlieter, Reporter und Ressortleiter des Recherchepools in der taz, hinzu. Es galt, aus der Sprache des Bäuerlichen genommen, einen Misthaufen zu lichten. Zustände zu erhellen, die sich im Brandenburgischen abspielen, an denen auch Personen aus Hamburgs Sozialbetreuungselite beteiligt waren und sind.
Am Samstag erschien schließlich ihre Recherche: “Das Heim der gequälten Kinder” stand auf dem Titel der taz.am wochenende – über die Haasenburg GmbH in Brandenburg, eine gewinnorientierte Sozialeinrichtung, in der Jugendliche und Kinder in teilweise geschlossenen Verhältnissen leben und krassester Pein ausgeliefert waren.

Die öffentliche Reaktion ließ nicht lange auf sich warten; mittlerweile prüft die Staatsanwaltschaft die Einleitung eines Verfahrens; Zeitungen, Fernsehen und die elektronischen Medien berichteten, Nachrichtenagenturen setzten sich auf die Fährte des Missstands in einem gesellschaftlichen Bereich, der sonst nicht so häufig im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht. Ein Blick auf die Kinder und Jugendlichen, die in schwierigen Ursprungsfamilien aufwuchsen und bei denen dem Staat nichts anderes mehr einfällt, als sie in geschlossene Einrichtung zu sperren. An notwendigen Enthüllungen wie dieser erweist sich, was guter Journalismus sein kann: Hinter geschlossene Türen zu schauen. Um jenen Menschen Respekt zu zollen, die in diesen Verhältnissen nichts sind als – stumm gemacht.

Der Scheinwerfer, der durch die taz-Recherchen nun auf diese nicht-staatlichen Einrichtung geworfen wird, ist einer, der so zur taz gehört wie die tazze auf dem Titelblatt. Denn über die Schönen und Reichen kann jedes Blatt berichten – aber die Lebensbedingungen der amtlich Abgeschobenen und lieblos Verwahrten im Blick zu behalten, gehört zum Markenkern der taz eben selbst.


 

Und zwar, wie man Ausriss aus den Anfangstagen der taz 1979 entnehmen kann, von Anfang an. “Der alltägliche Skandal” ist meist heute noch einer. Liegen die Heime am Heiligensee oder inzwischen im Brandenburgischen – Skandalisierung heißt für uns dann Medialisierung. Möge das den Betroffenen nützlich sein!
Die taz hat ihr Spektrum erweitert – und die meisten LeserInnen schätzen das sehr. Ökologisches jenseits von Klimawandelanalytischem oder Glamouröses umreißen Themenspektren, die auch in der taz geschätzt werden. Geschäftemacherei jedoch auf Kosten von Schwachen: Ehrensache für diese Zeitung, solchen Zuständen publizistisch besonders intensiv zu Leibe zu rücken.


Siehe auch:
Brandenburgisches Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Gründung einer Untersuchungskommission zu den Vorwürfen gegen die Haasenburg GmbH
Linksfraktion Brandenburg: Unhaltbare Zustände in den Heimen der Haasenburg GmbH
Grüne Fraktion Brandenburg: Schnellstmögliche Aufklärung erforderlich
Grüne Fraktion Hamburg: Keine Kinder mehr in die Haasenburg schicken
Petition: Sofortige Schließung aller Haasenburg-Kinderheime
Verein ehemaliger Heimkinder: Dieses Heim gehört geschlossen und Heimleiter, Geschäftsführer und Erzieher vor ein Gericht gestellt
taz: Designierter Vorsitzender der Hamburger Aufsichtskommission für geschlossene Heime steht für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung
taz: Unterlassungserklärung der Haasenburg GmbH

4 Comments on “Heimkinder-Skandal: Den Ausgegrenzten eine Stimme geben”

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2013/06/21

Familiengerichtsgutachter angeklagt - „Es geht um den Verdacht der falschen Beweisaussage, konkret falscher Gutachtenserstattung.“

 Publiziert am 20.06.2013

Die Staatsanwaltschaft Linz erhebt Anklage gegen einen Familiengerichtsgutachter. Dem in Salzburg und Oberösterreich vielbeschäftigten Gerichtssachverständigen wird die Erstellung mehrerer falscher Gutachten vorgeworfen.





13 falsche Gutachten soll der einst vielbeschäftigte psychologische Gutachter Egon Bachler erstellt haben. Es ging um Sachwalterschaftsfragen, Obsorgestreitigkeiten und die Frage, wie oft Väter ihre Kinder sehen dürfen.
Einige der Vorwürfe im - dem Magazin „News“ von Betroffenen zugespielten - Strafantrag, der auch Ö1 vorliegt, seien „einseitige, fachlich nicht begründbare Darstellung von Befunden“, „Nennung von psychologischen Tests für Kinder, wo gar keine Kinder zu begutachten waren“, „Auflistung von diagnostischen Verfahren, bloß um den falschen Anschein einer vielfältigen Datenerhebung zu vermitteln“, und eine „nicht nachvollziehbare psychologische Diagnose für ein Kind“.


Hat Gutachter mit Textbausteinen gearbeitet?

Philip Christl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Linz, bestätigte, dass die Staatsanwaltschaft gegen einen Salzburger Sachverständigen einen Strafantrag eingebracht hatte: „Es geht um den Verdacht der falschen Beweisaussage, konkret falscher Gutachtenserstattung.“ Basis für den Strafantrag sei ein Obergutachten gewesen: „Es wurde im Zuge des Ermittlungsverfahrens ein Sachverständigengutachten aus Deutschland eingeholt, um dem Anschein von Befangenheit vorzubeugen.“
Laut der Mediatorin Margreth Tews, die mehrere Betroffene betreut hatte, arbeitete der Gutachter mit Textbausteinen. Tews berichtete von drei konkreten Beispielen: „Wenn man diese drei Gutachten übereinanderlegt, sind die Gutachten deckungsgleich, inklusive Rechtschreibfehlern und Beistrichen. Nur die Namen wurden geändert.“


Anwalt: „Vorwürfe enttäuschter Väter“

Der Anwalt des beschuldigten Gutachters weist die Vorwürfe zurück und will sie vor Gericht widerlegen. Die Vorwürfe seien großteils von enttäuschten Vätern gekommen. Der Gutachter habe aber kein Motiv gehabt, falsche Gutachten zu erstellen, und er habe im Ermittlungsverfahren auch Unterstützung von drei Familienrichtern bekommen.


 http://jugendamtwatch.blogspot.de/2012/04/dr-egon-bachler-marchen-gutachter-wirft.html

Links:


Haasenburg-Heime in Brandenburg Kinder raus, zumachen


Haasenburg-Heime in Brandenburg

Kinder raus, zumachen

Nach dem Bericht über Misshandlungen in einem Kinderheim tritt der Leiter der Hamburger Aufsichtskommission für geschlossene Heime zurück. von Kaija Kutter
Die Kinder müssten dort rausgeholt werden, fordern jetzt auch Politiker.  Bild:  Wolfgang Borrs


BERLIN taz | Nach den Recherchen der taz am Wochenende zu Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen in Heimen der Haasenburg GmbH gab es einen ersten Rücktritt. Professor Michael Lindenberg, designierter Vorsitzender einer Hamburger Aufsichtskommission für geschlossene Heime, erklärte nach Lektüre des taz-Berichts, er stehe für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung.
Eine solche Kommission sei „bestenfalls von Alibi-Nutzen für die Einrichtung selbst, aber kaum für die dort Untergebrachten“, schreibt der Professor der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit.
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Die Haasenburg GmbH in Brandenburg  nimmt Kinder aus der gesamten Republik auf. Die meisten– derzeit 13 – kommen aus Hamburg. Lindenberg sollte für Hamburg eine Kommission leiten, die das Heim mit kontrolliert. Er hatte im April zugesagt, diese Aufgabe zu übernehmen. 

Nachdem die taz über den brutalen Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Haasenburg GmbH berichtet hat, will das Land Brandenburg nun eine Untersuchungskommission einsetzen. Diese soll ihre Arbeit den Angaben zufolge schnellstmöglich aufnehmen.
Nun geht er davon aus, dass die „dortige Praxis kaum durch Besuche der Aufsichtskommission so weit geändert werden kann, dass sie den Ansprüchen für wohl verstandene Kinder- und Jugendhilfe zu entsprechen vermag“.
Wie am Wochenende berichtet, liegen der taz zahlreiche Protokolle vor, die den Alltag in der Brandenburger Heimfirma bis Ende 2010 beschreiben. Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren wurden brutal diszipliniert, etwa auf Fixierliegen festgeschnallt. Die Haasenburg GmbH lehnte gegenüber der taz eine Stellungnahme ab.
Torsten Krause, der jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion in Brandenburg, sagt: „Wenn sich bewahrheitet, was geschildert wird, ist die Einrichtung zu schließen.“ Von einem Untersuchungsausschuss verspricht sich Krause im Moment keinen Nutzen. „Ich habe keinen Grund, der Regierung und dem Jugendamt zu misstrauen“, sagt er.
Anders sieht es sein Hamburger Parteifreund. Mehmet Yildiz, Sprecher für Kinder, Jugend und Familie der Hamburger Fraktion Die Linke, sagt: „Das, was in Haasenburg geschehen ist, würde in Hamburg zu einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss führen.“ Ein solches Heim „würde in Hamburg keine Betriebserlaubnis erhalten oder sie würde entzogen werden.“
Hamburgs ehemalige Schulsenatorin Christa Goetsch sagt: „Hamburg muss sofort seine Kinder da rausholen.“ Auch andere Bundesländer, betont Exsenatorin Goetsch, müssten nun entsprechend handeln. „Hier wird Erziehungshilfe zum Verbrechen, zur Misshandlung von Schutzbefohlenen.“
Die Berliner Jugendpolitikerin Marianne Burkert-Eulitz (Grüne) sagte: „Wir müssen erreichen, dass kein Jugendamt mehr ein Kind dahin schickt. Und die, die dort sind, müssen zurück.“ 

Bremen beendete schon 2010 Zusammenarbeit
Ihre Brandenburger Parteikollegin Marie-Luise von Halem fordert: „Die Behörden müssen unverzüglich dafür sorgen, dass hier Klarheit herrscht, und sicherstellen, dass keine Kindswohlgefährdung besteht.“ Sich alleine darauf zu verlassen, dass ein Mitarbeiter des Jugendamts keine Auffälligkeiten bemerkt habe, reiche nicht aus, sagt von Halem.
Das Land Bremen hatte bereits 2010 entschieden, keine Kinder und Jugendlichen mehr in die Heime der Haasenburg zu schicken.
Seit Sonntag sammelt eine Onlinepetition Unterschriften für eine „sofortige Schließung“ der Heime und fordert „Aufklärung und strafrechtliche Konsequenzen für alle Beteiligten“. 20.000 Unterstützer müssen innerhalb der nächsten 60 Tage unterzeichnen, damit sich der Brandenburger Landtag mit der Petition beschäftigt.

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Im Kinderheim vom Schwielochsee - Fixiergurte und Drill - Ex-Insassin zeigt Kinderheim an


16.06.13

Anschuldigungen

Fixiergurte und Drill - Ex-Insassin zeigt Kinderheim an

Im Kinderheim vom Schwielochsee sollen einem Bericht zufolge Kinder so brutal behandelt werden, dass Frakturen entstanden sind. Auch Fixiergurte würden eingesetzt. Eine Betroffene erstattete Anzeige.
Foto: picture alliance / Roland Mühlan
 In einem Kinderheim in Brandenburg sollen einem Bericht zufolge Kinder brutal behandelt werden
In einem Kinderheim in Brandenburg sollen einem Bericht zufolge Kinder brutal behandelt werden
In den Heimen der Haasenburg GmbH soll brutaler Drill herrschen. Nach Angaben der Tageszeitung "taz" sollen Kinder und Jugendliche dort mit so brutalen Antiaggressionsmaßnahmen behandelt worden sein, dass Frakturen entstanden sind. Im Antiaggressionsraum habe man mit Fixiergurten gearbeitet. Außerdem sollen Medikamente verabreicht worden sein, die erhebliche Nebenwirkungen haben und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen irreversibel gefährden.
Die Haasenburg GmbH ist eine Firma, die geschlossene Kinderheime betreibt und dafür Geld vom Staat bekommt. Eines dieser Heime befindet sich am Schwielochsee im Osten Brandenburgs, in Jessern. Die dort und in den anderen Heimen eingewiesenen Jungen und Mädchen sind laut "taz" meist zwischen zwölf und 16 Jahre alt.
Viele stammten aus Familien, in denen Alkohol, Arbeitslosigkeit und sexueller Missbrauch zum Alltag gehörten, heißt es. Die Kinder seien irgendwann so auffällig, dass der Paragraf 1631b des Bürgerlichen Gesetzbuches greife, das heißt Freiheitsentzug bei Kindern. Eine ehemalige Insassin soll wegen der brutalen Behandlung nach ihrer Entlassung Anzeige erstattet und sich an das Bundesfamilienministerium und das Landesjugendamt gewandt haben. Bislang erfolglos.
In Hamburg warnte die Ver.di-Fachgruppe Soziales, Kinder und Jugendhilfe (SKJ) im April die dortigen Jugendämter. Angesichts der bekannt gewordenen "kindeswohlgefährdenden Zustände" dürfen die Behörden keine Kinder mehr in die Heime der Firma schicken.
Quelle: BM
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Wiener Untersuchungsbericht: Jahrzehntelanger Missbrauch in Kinderheim bestätigt


Kinderheim Schloss Wilhelminenberg : Missbrauch und Gewalt an der Tagesordnung  Zur Großansicht
AP
Kinderheim Schloss Wilhelminenberg: Missbrauch und Gewalt an der Tagesordnung

 
Sexueller Missbrauch und Gewalt gehörten über Jahrzehnte zum Alltag im Wiener Kinderheim Wilhelminenberg. Zu diesem Ergebnis kommt eine Expertenkommission, die die Vorfälle untersuchte. Die Stadtverwaltung wusste demnach von den Zuständen im Heim, griff aber nicht ein.

Wien - Kaum ein Kind überstand den Aufenthalt im städtischen Wiener Kinderheim Wilhelminenberg ohne schwere Traumata. Diesen Schluss hat eine Expertenkommission gezogen, die Vorwürfe ehemaliger Zöglinge aufarbeitete. Ihrem Bericht zufolge waren in dem Heim über Jahrzehnte sexueller Missbrauch und Gewalt an der Tagesordnung. Die Stadtverwaltung wie damalige Politiker hätten von den schwerwiegenden Missständen im Heim gewusst, dennoch habe niemand eingegriffen.

Die von der Stadt beauftragte Kommission hatte seit Herbst 2011 unter anderem rund 220 Interviews geführt, um die Geschehnisse in dem Heim von 1948 bis zur Schließung 1977 aufzuarbeiten. Die Vorfälle waren öffentlich geworden, als sich zwei ehemalige Heimkinder an die Medien wandten: Die beiden Schwestern mit den Decknamen Eva L. und Julia K. berichteten von systematischen Demütigungen, Misshandlungen und Missbrauch in den siebziger Jahren durch das Heimpersonal. Das Ausmaß der Gewalt sei weit über das damals noch gebräuchliche Züchtigungsrecht hinausgegangen, sagte die Vorsitzende der Kommission, Barbara Helige, laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zudem bestätigte Helige, dass Heimkinder sexuell missbraucht worden seien. Den Erzählungen einiger Zeuginnen sei gemeinsam, "dass Täter von außen eingedrungen sind oder auch mit Hilfe von Erzieherinnen Zugang zu Schlafsälen gefunden haben".
Im Zuge der Ermittlungen waren auch Vorwürfe lautgeworden, es hätten Massenvergewaltigungen in den Schlafsälen stattgefunden, und es habe organisierte Kinderprostitution gegeben. Dafür habe die Kommission jedoch keine konkreten Hinweise finden können, so Helige. Der Verdacht der Tötung eines Kindes in den fünfziger Jahren könne ebenfalls nicht bestätigt werden.
wit/dpa



Kinderheim SülzBurg und Ghetto zugleich


Eine Aufnahme aus dem Kindergarten des Sülzer Waisenhauses um 1923. Foto: Archiv
Fast 100 Jahre lang war das Kinderheim in Sülz Europas größten Waisenhaus. Eine Ausstellung in der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung Aachener Straße erinnert an das Leben hinter den hohen Mauern.  Von
 
 
Sülz. In der Vitrine liegt das Schriftstück, das den Beginn des Waisenhauses am Sülzgürtel dokumentiert. „Das ist der Originalvertrag aus dem Jahre 1912, den die Stadt mit dem Orden der Schwestern vom armen Kinde Jesu abgeschlossen haben“, sagt Rolf Koch. „Darin ist festgelegt, dass die Schwestern sich um die Betreuung der Waisenkinder kümmern“, erklärt der Pädagoge. Er arbeitete viele Jahre im Kinderheim und ist seit der Schließung Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung (Kids). Das Papier ist Teil der Ausstellung, die zurzeit im Neubau der Einrichtung an der Aachener Straße 90-98 gezeigt wird.
Bei einer Feierstunde mit ehemaligen und aktuellen Bewohnern präsentierte die Leiterin des Hauses Lie Selter auch die Chronik zur Geschichte des Sülzer Kinderheims. Anlass von Chronik und Ausstellung ist die Aufgabe des Geländes am Sülzgürtel und der Umzug in das neue Kids-Zentrum. Fast 100 Jahre war das Kinderheim am Sülzgürtel beheimatet und beherbergte zeitweise mehr als 1000 Kinder – und war somit Europas größtes Waisenhaus. 


Die Erziehung übernahmen Ordensschwestern

 

Die Ausstellung zeigt auf 26 großformatigen Schautafeln die Geschichte des Hauses von seinen Anfängen bis heute. Die Tafeln stehen in alten metallenen Säuglingsbetten. „In den Dingern habe ich als Kind noch gelegen“, sagt Werner Küpper, der in den 1950er Jahren im Waisenhaus lebte. „Ich war fast 20 Jahre im Heim, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Da gab es gute und natürlich auch schlechte Zeiten. Wichtig ist aber nur, dass diese Geschichte nicht vergessen wird.“ Im Jahr 1917 zogen die städtischen Kinderheime auf das rund 40 000 Quadratmeter große Gelände in Sülz. 


So sah das Kinderheim vor einigen Jahren aus, bevor es abgebrochen wurde. Die Kapelle blieb stehen.
So sah das Kinderheim vor einigen Jahren aus, bevor es abgebrochen wurde. Die Kapelle blieb stehen.
Foto: Hennes
 
 
Für die Erziehung waren die Ordensschwestern zuständig. Nur der Direktor war städtischer Bediensteter. 1944 wurde das Haus weitgehend zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut. 2009 wurde das Kinderheim schließlich geschlossen, der Abbruch erfolgte ein Jahr später. Die Gebäude befanden sich in einem völlig maroden Zustand, eine Sanierung hätte sich nicht mehr gelohnt. Auch unter fachlichen Gesichtspunkten war die Masseneinrichtung am Sülzgürtel mit Lehrlingsheim, Großküche, Krankenzimmern und Schwimmbad überholt. „Eine hohe Mauer umgab das Dorf-Areal wie eine Burg oder Stadt, ein Kloster, es war auch einer Kaserne oder einem Gefängnis ähnlich“, sagt Selter, die die Einrichtung seit 2005 leitet. Mauern können Schutz bieten aber auch abschrecken und beengend wirken.
Diese gegensätzlichen Erfahrungen spiegeln sich auch in Erinnerungen ehemaliger Bewohner wider, von denen Selter berichtet. Ein Betroffener hatte ihr es so geschildert: „Für mich bot diese Einrichtung, die ja in gewisser Weise ein Ghetto war, einen für mich erforderlichen Schutz. Später igelte ich mich immer mehr ein, fühlte mich entsprechend einsam.“


22500 Kinder lebten bis 2010 in der Einrichtung

 

Deshalb sind die derzeit rund 300 betreuten Kinder und Jugendlichen bei Kids auf 30 Wohngruppen im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die kleineren Einheiten ermöglichen besseren Kontakt ins öffentliche Leben und damit eine bessere Integration. Auch der geänderte Name, weg vom Kinderheim hin zum Kids-Zentrum, soll vermeiden, dass die Bewohner diskriminiert werden. Auch die dunklen Seiten der Kinderheim-Historie werden in der Chronik nicht ausgespart. So gibt es ein Kapitel über die Zeit des Nationalsozialismus und dem damaligen Direktor Friedrich Tillmann, der am Euthanasie-Programm der Nazis mitgewirkt hat.

„Er hatte überhaupt keine pädagogische Berufsausbildung, war aber Mitglied der NSDAP“, sagt Rolf Koch. Neben den Gitterbetten und dem Gründungsvertrag hat Koch zahlreiche weitere Objekte aus der Geschichte des Hauses zusammengetragen und in Vitrinen ausgestellt. Etwa eine Kugel aus der Kegelbahn des Heims, auf der die Kinder Spaß haben konnten. „Viele Dinge habe ich wirklich aus dem Müllcontainer geholt, als wir das Haus am Gürtel aufgegeben haben“, sagt Koch.
Auf einem großen Banner im Ausstellungsraum sind zudem alle 22 500 Namen der Kinder aufgelistet, die bis 2010 in der Einrichtung gelebt haben. „Wir sind es den Bewohnern schuldig, die Wurzel des Heims zu erhalten“, sagt Lie Selter.
 

2013/06/20

Verfahrensbeiständin Rechtsanwältin Dr.Julia Klohs aus Lübeck entsorgt Kind - anschliessend Mutter - Kinderhandel in Lübeck?

Mit Bedauern mussten wir feststellen, dass offensichtlich Verfahrensbeteiligte eines unberechtigten Sorgerechtsentzuges versuchen, die verbürgte Meinungs-und Pressefreiheit zu unterbinden.Es geht um einen Jungen, der vor etwa 4 Jahren in Lübeck sein intaktes zu Hause verlor und sich PAS-und Stockholm-Syndrom geschädigt, auch gerichtlich gegen seine Mutter wenden muss, um Blogeinträge löschen zu lassen.
Mindestens 10 Blogeinträge wurden gelöscht....und werden wieder eingestellt.
 






http://jugendamtwatch.blogspot.de/2013/02/jugendamtwatch-pressefreiheit.html
















Sachverhalt Auszug aus Strafantrag gegen Richter Ingo Socha AG Lübeck

"Im August 2009 verbrachte die überforderte Jugendamtsmitarbeiterin Heike Hauschild Jugendamt Ratzeburg, meinen Sohn mit Arglist von einem Klassenkameraden in ein Heim des KJHV Lübeck („Deine Mutter ist psychisch krank und will Dich nicht mehr haben“, Aussage meines Sohnes im Krankenhaus nach Komasaufen beim KJHV)

Mir erzählte Frau Hauschild , um die Unterschrift für die Heimunterbringung abzunötigen, mein Sohn wolle ins Heim.

Das wollte er nie!

Alle Klärungsversuche wurden von Frau Hauschild und dem KJHV Personal abgeblockt, mein Sohn brainwashed und von mir isoliert.

Im Januar 2010 lag mein Sohn nach vorangekündigter Körperverletzung durch Heike Hauschild und Jörg Böttcher im alkoholischen Koma.

Daraufhin entzog Richter Socha mir im Schnellverfahren innerhalb weniger Stunden durch Antragstellung mit weiteren Lügen der Heike Hauschild das Auffenthaltsbestimmungsrecht. Ich wollte meinen Sohn aus der Misshandlungssituation herausholen.



In Folge wurde mir innerhalb eines Jahres im Dezember 2010 das Sorgerecht im Abstimmungsverfahren und im Wissen Richter Ingo Sochas um die Kindeswohlgefährdungen im Jugendamtsmilieu, das Sorgerecht komplett entzogen.

Dem fremden Erzeuger, zu dem Falko bis heute keinen Bezug hat, übertragen.



Mein Sohn, dies ist Richter Socha bekannt, stammt aus absolut intakten Verhältnissen. Zudem ist Richter Socha bewusst, dass sämtliche Verfahrensbeteiligte variantenreich in den Unterlagen Unwahrheiten über mich verbreitet haben, mich verleumden, diskriminieren und Falko mit einbinden.

Dieser dies seit Heimverbringung mit übermässigem Alkoholkonsum bis heute versucht zu kompensieren.



Da das Sorgerecht der Eltern durch Artikel 6 des Grundgesetzes geschützt ist, kann es nur unter strengen Voraussetzungen durch das Familiengericht entzogen werden (§ 1666 BGB).



Mir wurde das Sorgerecht ohne Beweis der Kindeswohlgefährdung, ersichtlich in den Unterlagen, durch Richter Socha entzogen. Die Methodik, siehe Zeugen/Tatsachenliste.

Richter Sochas Aufgabe, wie der aller anderen Verfahrensbeteiligten wäre gewesen, auf Frau Hauschilds (JA Ratzeburg) Lügen und Rechtsverstösse  zum KJHG entsprechend zu reagieren und wie alle anderen Verfahrensbeteiligten die Bühne zu verlassen, nachdem frühzeitig (erster Verhandlungstag) auch im Hinblick auf schriftlich erbrachte familiennahe Zeugenaussagen und der Aussage Dr.Ziemens erkannt wurde, dass hier kein Hilfebedarf nach § 8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung oder § 1666 Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls anzuwenden sind.

Auch ein für einen Laien ersichtlich falsches Gutachten von Dr.Neuhauss, hätte einem abteilungsleitenden gut ausgebildeten Richter im Familienrecht, auffallen müssen. Ebenso, dass man als Richter bei Kindern PAS und Stockholm Syndrom und Umgangsverweigerung durch Verfahrensbeteiligte nicht mitträgt. Zudem hätte ihm die falsche Anwendung des Begriffes Parental Monitoring, welche RAin Klohs als Kontrollmassnahme von Eltern darstellte, ebenfalls geläufig sein müssen. Auch andere dokumentierte Unwahrheiten und Behauptungen.

Ich war genötigt, mich permanent gegen unwahre und realitätsferne ständig wechselnde falsche Verdächtigungen zu wehren, wobei ich nicht beweispflichtig bin.

Zeugen wurden nicht zugelassen, Eingebungen von mir zu med./wiss./Rechtssachen, beharrlich zum Nachteil meines Sohnes und mir ignoriert.



Am 27.05.2012 habe ich das Sorgerecht gut begründet zurückgefordert.

Richter Socha argumentiert weiter mit dem ersichtlich gefälschten Gutachten des Dr.Neuhauss in Lübeck, welcher mittlerweile in diversen Foren als behandlungsbedürftiger Psychiater gilt, der Kinder und Familien vorsätzlich schädigt.

Aus dem Gutachten ist zu erlesen, dass es ersichtlich nicht zum Verfahren, nicht zu den Personen passt und die Aussagen nicht stimmen können und es eine erneute Variante der Kindesentziehung hervorbringt.





Das Sorgerecht wurde mir durch Richter Socha VOR Erstellung des Gutachtens ohne Begründung entzogen. Dies im Dezember 2010 im Abstimmungsverfahren unter den familienfremden Verfahrensbeteiligten. In den Unterlagen ist für NIEMANDEN ersichtlich, warum ich das Sorgerecht verloren habe, jedoch, wie mein Sohn misshandelt und wie mit mir bis heute verfahren wurde.



Mein Sohn ist zum Zeitpunkt dieses Strafantrages immer noch minderjährig und seit fast 3 Jahren verschwunden. Richter Socha hat mir alle Rechte an meinem Sohn entzogen, im Wissen, dass niemals und zu keiner Zeit von mir aus eine Kindeswohlgefährdung in der Vergangenheit und in der Zukunft (wer kann das schon vorhersehen) vorliegt. Ganz im Gegenteil!



Von Juni bis August 2011 lässt Richter Socha meinen massiv PAS geschädigten Sohn, mit Wahrnehmungsproblematik und in der pubertären Phase, verbracht in eine Heim ohne Hab und Gut, gerichtlich  gegen die eigene Mutter antreten.

Veröffentlicht wurde von mir ein Foto nach Komasaufen, um darzustellen, wie hier mit meinem Sohn umgegangen wird, von Richter Socha gefördert.

Herr Socha nahm eine falsche Eidesstattliche Versicherung meines Sohnes entgegen, im Wissen , dass diese falsch ist.



In Abwesenheit wurde ich zu €500.- ersatzweise Haft verurteilt, weil…berücksichtigt wurde, dass die Schuldnerin sich in den Sorgerechtsverfahren unkooperativ und unbeeindruckt von den gerichtlichen Sorgerechtsverfahren gezeigt hat.. ???

AZ 123 F 155/11  

Nach stringent geführter Aktenlage beim AG Lübeck, wäre ersichtlich, dass ich die Einzige von allen Beteiligten war und bin, die sich immer FÜR Falko eingesetzt hat. Und das sein Leben lang selbstverständlich! Auch Falko konnte sich nie beklagen und hat es in den Verfahren nie getan.



Es ist davon auszugehen und in den Unterlagen ersichtlich, dass Richter Socha erkannt haben muss, dass sämtliche familienfremde Verfahrensbeteiligte mangelnde Kompetenz ungebremst und haltlos mit Lügen, Verleumdungen, Beleidigungen und Fabulierungen kompensieren. Die Realitäten wurden ignoriert.

Herr Socha hat sich vorsätzlich zum Schaden meines Sohnes daran beteiligt.

Dies ist in sämtlichen Unterlagen ebenso ersichtlich.



Zum AZ 28 C 1581/11 beschreibt RAin Julia Klohs Lübeck, dass sie sich mit Herrn Socha besprochen hätte und dieser es ausdrücklich für notwendig hält, mich einer rechtlichen Betreuung zu unterstellen.



Bis dato hat noch niemand aus meinem doch recht umfangreichen persönlichen Kreis, Nachbarschaft, Arbeitskollegen etc. festgestellt, dass ich das Wohl meines Sohnes gefährde, noch dass ich nicht in der Lage sei meine Sachen alleine zu regeln.













Dies geschieht erst durch fremde Verfahrensbeteiligte seit Heimverbringung und induziertem Komasaufen beim KJHV und ich mich mit allen rechtlichen Mitteln dagegen wehre. Die Eigendynamik einer mobbenden Gruppe, die hilflos versucht eine „Massnahme“ nach der anderen zu rechtfertigen. Ebenso wehre ich mich gegen den anschliessenden existentiellen Ruin durch die vermutlich und ersichtlich psychisch kranke RA Klohs (ehem.Verfahrensbeiständin), welche ihre Problematik seit 2010 versucht auf mich zu projizieren und sich von dieser Gruppe im Mai 2011 isoliert hat.





Siehe

123 F5/10       Richter Socha  AG Lübeck

123 F31/10     Richter Socha  AG Lübeck

123 F110/10   Richter Socha AG Lübeck

123 F119/12    Richter Socha AG Lübeck

123 F 155/11   Richter Socha AG Lübeck"





Die ehemalige Verfahrensbeiständin Rechtsanwältin Julia Klohs Lübeck, setzt hier "PRIVATrechtliche ANSPRÜCHE" durch.Frau Klohs hatte in den Verfahren von Anfang an, die Rolle, "anzuregen" der Mutter die Gesundheitsfürsorge zu entziehen, das Sorgerecht zu entziehen, einen Gutachter zu beauftragen, die Erzeihungsfähigkeit ohne Begründung in Frage zu stellen, ein Betreuungsverfahren zur Unterdrückung der Veröffentlichungen zum Sachverhalt einzuleiten, eine unbescholtene Mutter nach Sorgerechtsentzug zu verklagen und mit Strafanträgen zu übersäen.Den Rechner in einer Nacht-und Nebelaktion aus dem Haus der Mutter holen zu lassen, das KFZ für eigene Honorare zu verpfänden, zu versuchen in das Haus der Mutter zu pfänden, einen Richter nach dem anderen einzubinden, um auf dem Papier zu legitimieren, was NICHT zu legitimieren ist.

(Auszug Gerichtsunterlagen)







 "Erinnerung"-Inhaftierung von 70 Tagen steht noch aus. Von €60.-/monatlich zum Leben sollen nunmehr €50.- bezahlt werden